Zur geschichtlichen Entwicklung des Fluggeländes und des Vereins:

Bereits vor dem 2. Weltkrieg wurde das zwischen Kornwestheim und Remseck-Aldingen, im äußersten Stuttgarter Norden gelegene Fluggelände von der Wehrmacht zu fliegerischen Zwecken genutzt.

Nach Kriegsende übernahm die US-Army das Gelände und baute es zur Zeit des Korea-Krieges u.a. mit zahlreichen Raketenstellungen aus.

Nach ersten Flugaktivitäten auf dem "Exe", dem sogenannten früheren Exerzierplatz, in unmittelbarer Nachbarschaft konnten die nach dem Krieg wieder gegründeten deutschen Flugsportvereine, so insbesondere die Fliegergruppe Kornwestheim und der Luftsportverein Hohenasperg, das "amerikanische Militär"-Fluggelände mitbenutzen und nicht nur Segelflug, sondern auch Motorflug betreiben. Es war ein harmonisches Zusammenwirken zwischen dem US-Militär und den deutschen Vereinen, wobei im wesentlichen nach amerikanischen Regeln der Platz betrieben wurde. Dies galt insbesondere auch für die sogenannte "Flugleiter-Regelung": Selbstverständlich hat das Militär die Anwesenheit eines Flugleiters in dieser Zeit nie gefordert; man verständigte sich problemlos per Funk "transmitting blind".

Mit dem Abzug der US-Army im August 1992 war die weitere Zukunft des Geländes und der Verbleib der deutschen Piloten und Vereine kurzfristig völlig offen. Im Zusammenwirken mit dem Regierungspräsidium Stuttgart als Landes-Luftfahrtbehörde, der betroffenen Stadt Stuttgart und den Anliegergemeinden Kornwestheim, Ludwigsburg und Remseck-Aldingen gelang es jedoch, innerhalb kürzester Zeit eine gemeinsame Regelung zu finden und eine Fortsetzung des Vereinsbetriebes zumindest erst einmal nach § 25 LuftVG zu ermöglichen. Durch Verfahrensänderungen insbesondere bei der Platzrunde, zeitlichen Einschränkungen und einer Beschränkung der täglichen Starts gelang es, zwischen den Beteiligten einen Kompromiss zu erreichen, der auch heute noch anhält.

Anfang des Jahres 1979 wurde die Flugbetriebsgemeinschaft Ludwigsburg-Pattonville e.V. von allen den Platz nutzenden Vereinen gegründet, um gegenüber den Behörden und sonstigen Beteiligten mit einer Stimme sprechen und zu einer Koordination und besseren Vertretung der einzelnen Vereine beitragen zu können. Damit wurde es möglich, mit der US-Army und dem Bundesvermögensamt Verträge über die Nutzung des Geländes abschließen zu können und sodann den Erhalt einer militärisch-zivilen luftverkehrsrechtlichen Genehmigung in Angriff zu nehmen, die nach einem zehn Jahre dauernden Verfahren mit zahlreichen Anhörungen und Gutachten am 18.12.1989 erteilt wurde. Auf die zahlreichen Gespräche zwischen den Beteiligten im Rahmen des Anhörungsverfahrens dürfte zurückzuführen sein, dass nach dem Abzug der US-Army die deutschen Stellen aufgrund des bereits aufgebauten Vertrauensverhältnisses eine zeitlich fast lückenlose Weiternutzung des Fluggeländes - mit nur wenigen Tagen Unterbrechung - möglich gemacht haben.

Nachdem die Sonderlandeplatzgenehmigung des Regierungspräsidium Stuttgart vom 16. Juli 2003, rechtsbeständig seit 20. August 2003, unser Flugfeld als "Sonderlandeplatz Pattonville" bezeichnet (mit der ICAO-Kennung EDTQ), wurde der Verein in der Mitgliederversammlung vom 16. Juli 2003 umbenannt in Flugbetriebsgemeinschaft Pattonville e.V., auch um seine Verbundenheit zum angrenzenden Wohngebiet "Pattonville" der Gemeinden Kornwestheim und Remseck zu dokumentieren.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat die bis Ende 2008 befristet erteilte Genehmigung am 22. Oktober 2008 in eine unbefristete umgewandelt und gleichzeitig auf den DRF-Rettungshubschrauber Christoph 51 erweitert; die Genehmigung ist seit 4. Mai 2009 rechtsbeständig. Nach Abschluss der DRF-Baumaßnahmen wird der Rettungshubschrauber ca. im Herbst 2009 in Pattonville stationiert werden (DRF-Basisstation Pattonville) und damit außer Stuttgart nicht nur die Kreise Ludwigsburg und Rems-Murr, sondern auch Heilbronn und den Hohenlohe-Kreis mit versorgen können.

Im Jahre 2004 konnte der Verein auf ein 25-jähriges Jubiläum zurückblicken, das auch in der örtlichen Presse freundlich gewürdigt wurde.

In der Flugbetriebsgemeinschaft Pattonville e.V. sind folgende, nachstehend aufgeführten Vereine zusammengeschlossen:

Deutsche Rettungsflugwacht e.V.

Fliegerclub Ludwigsburg

Fliegergruppe Kornwestheim e.V.

Flugsportgruppe Heinkel e.V.

Flugsportgruppe Ludwigsburg e.V.

Luftsportverein Hohenasperg e.V.

Stuttgarter Aero-Club e.V./Motorfluggruppe

Stuttgart-Pattonville-Aviators-Club e.V.

Das Fluggelände ist nach der Genehmigung des Regierungspräsidium Stuttgart zur Nutzung nur zugelassen für die dort stationierten Luftfahrzeuge. PPR ist nur in engen Grenzen möglich. Anfragen bei Wolfgang Winkler oder der Geschäftsstelle. Machen Sie sich bitte vorher kundig anhand unserer umfangreichen Erläuterungen unter Gäste/PPR.